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WartungKostenBeratung

Website-Wartung: Was gehört dazu und was kostet sie im Jahr?

Veröffentlicht am · Marco Kähler

Website-Wartung umfasst Sicherheitsupdates, Backups, Hosting-Betrieb und kleinere Anpassungen. Je nach Umfang liegen die jährlichen Kosten zwischen rund 300 € für eine einfache statische Seite und mehreren tausend Euro für Websites mit CMS und regelmäßigen Änderungen.

Vor ein paar Wochen hat mich eine Kundin gefragt, ob ihre Website nach dem Launch „einfach so weiterläuft“. Kurze Antwort: technisch schon. Aber „läuft“ und „läuft sicher und aktuell“ sind zwei verschiedene Dinge, und genau da liegt der Unterschied zwischen einer Website, die drei Jahre lang unauffällig funktioniert, und einer, die nach 18 Monaten ein Sicherheitsproblem oder einen Hosting-Ausfall hat.

Was Wartung eigentlich bedeutet

Der Begriff wird oft mit „irgendwas läuft im Hintergrund“ gleichgesetzt. Konkret stecken dahinter mehrere, klar trennbare Aufgaben.

Sicherheitsupdates. Bei WordPress und anderen CMS-Systemen erscheinen laufend Updates für Core, Plugins und Theme. Wer die nicht einspielt, riskiert Sicherheitslücken – WordPress-Seiten sind ein beliebtes Ziel für automatisierte Angriffe, gerade weil so viele Betreiber Updates aufschieben. Bei individuell entwickelten Websites mit Astro oder Next.js betrifft das die verwendeten Pakete (npm-Abhängigkeiten), die ebenfalls regelmäßig auf Sicherheitslücken geprüft werden sollten.

Backups. Regelmäßige, getestete Sicherungen der Website und der Datenbank. Getestet ist hier das Schlüsselwort – ein Backup, das im Ernstfall nicht wiederherstellbar ist, hat keinen Wert. Das kommt öfter vor, als man denkt.

Hosting und Infrastruktur. Serverbetrieb, SSL-Zertifikate, Domain-Verwaltung, Monitoring auf Erreichbarkeit. Bei modernen Hosting-Lösungen (z. B. Cloudflare Pages) läuft ein Großteil davon automatisiert, aber jemand muss die Konfiguration im Blick behalten.

Kleinere Anpassungen. Ein Text ändert sich, ein neues Teammitglied kommt dazu, ein Öffnungszeiten-Hinweis muss angepasst werden. Nicht jede Änderung braucht ein neues Projekt, aber jemand muss sie umsetzen.

Monitoring und Fehlerbehebung. Lädt die Website noch schnell genug? Funktioniert das Kontaktformular noch? Browser und Geräte ändern sich, und was vor zwei Jahren einwandfrei lief, kann heute Darstellungsfehler zeigen.

Was Wartung nicht ist

Wartung ist kein Ersatz für einen Relaunch oder eine Weiterentwicklung. Wenn Sie ein neues Buchungssystem brauchen oder die Website strukturell überarbeiten wollen, ist das ein eigenes Projekt mit eigenem Budget – dazu hatte ich bereits einen Artikel geschrieben. Wartung hält den bestehenden Zustand sicher und aktuell, sie erweitert ihn nicht grundlegend.

Was Wartung im Jahr kostet

Hier variiert die Antwort stark je nach Website-Typ und Betreuungsintensität.

Website-Typ Jährliche Kosten (ca.)
Einfache statische Website (Astro, kaum Änderungen) 300–800 €
WordPress-Website mit gelegentlichen Anpassungen 800–2.000 €
WordPress-Website mit regelmäßiger Content-Pflege 2.000–4.000 €
Webapplikation mit aktiver Weiterentwicklung 4.000 € aufwärts

Bei einer statisch generierten Website, wie ich sie meist mit Astro baue, fällt der Wartungsaufwand spürbar geringer aus als bei WordPress. Es gibt keine Datenbank, die kompromittiert werden kann, und keine wöchentlichen Plugin-Updates. Übrig bleiben im Wesentlichen Abhängigkeits-Updates, Monitoring und gelegentliche Textänderungen.

Bei WordPress sieht die Rechnung anders aus, weil die Update-Frequenz höher ist und mit jedem zusätzlichen Plugin ein weiterer möglicher Konfliktpunkt entsteht. Eine Website mit zwölf aktiven Plugins braucht schlicht mehr Aufmerksamkeit als eine mit dreien.

Pauschale oder Abrechnung nach Aufwand?

Beides hat seinen Platz. Eine Pauschale (z. B. 80–150 €/Monat) gibt Planungssicherheit und deckt in der Regel Updates, Backups und ein gewisses Kontingent an kleinen Änderungen ab. Für Kunden, die selten etwas ändern lassen, ist Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand oft günstiger – dann zahlen Sie nur, wenn wirklich etwas zu tun ist.

Ich rate meist zu Letzterem, solange der Umfang überschaubar bleibt, und zu einer Pauschale, sobald monatlich mehrere Anfragen zusammenkommen. Eine Pauschale, die niemand ausschöpft, ist am Ende teurer als nötig.

Was passiert, wenn niemand sich kümmert

Die unangenehme Variante kenne ich aus der Praxis: eine WordPress-Website, zweieinhalb Jahre nicht aktualisiert, die plötzlich Schadcode in Kontaktformularen ausspielte. Die Bereinigung hat mehr gekostet als drei Jahre Wartung zusammen – von Reputationsschaden bei Suchmaschinen ganz zu schweigen, wenn Google die Seite als kompromittiert markiert.

Das ist kein Einzelfall. Wartung ist eine der Ausgaben, die sich am leichtesten aufschieben lassen, weil ohne sie erstmal nichts Sichtbares passiert. Bis etwas passiert.

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